Eine kurze Zusammenfassung der so genannten Postersession
So, 4. Juli 2010, 11:15-13:30 Uhr
in der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst e.V.
Silke Feldhoff begrüßte alle Teilnehmer_innen der Projektpräsentation und des anschließenden Gesprächs sowie alle Gäste der Veranstaltung. Sie erläuterte kurz Motivation und Ziel der Veranstaltung vor dem Hintergrund des Rückkopplungen-Wochenendes, sodann stellte sie kurz die Projekte und ihre Akteur_innen vor:
Plattenvereinigung, Annkatrin Fischer und Robert Huber
arttransponder e.V., Tatjana Fell und Kerstin Karge
common berlin e.V., Stefan Krüskemper, Maria Linares, Jörg Amonat, Patricia Pisani und Kerstin Polzin.
In jeweils einer Viertelstunde präsentierten sich die Projekte in Text und Bild (Poster, Beamerprojektion) mit ihren Fragestellungen, Zielen, Methoden und (Teil-)Realisierungen.
Obwohl dies z.T. in den einzelnen bereits Präsentationen angesprochen wurde, bildete die Frage nach der jeweiligen Motivation der Projekte den Auftakt zu einer sehr lebendig und engagiert geführten Diskussion. Sämtliche Projekte verfolgen soziale und auf Bildung zielende Anliegen und sämtlich verstehen sie sich als Kunst bzw. als künstlerisches Projekt. Sie verfolgen einen selbst gestellten gesellschaftlichen Auftrag, indem sie interdisziplinäre und transgressive Dialoge initiieren und gestalten. Sie bestehen auf dem bildungs- und emanzipatorischen Potenzial (ihrer) künstlerischen Projekte, die, im Kleinen zwar aber auf Nachhaltigkeit zielend, gesellschaftliche Themen kritisch adressieren, Alternativen einfordern bzw. anbieten und damit politisch agieren.
Wiederholt schaltete sich das Publikum ein, dabei ging es wie schon in den Diskussionen des vorangegangenen Tages um die Frage, welche Rolle (Förder-)Institutionen bei einer inhaltlich und strukturell neuen Ausrichtung künstlerischer Arbeit in gesellschaftlichen Feldern zukommen könnte und wieviel ‚Krise‘ das Bilden mit Kunst brauche. Besonders die Diskussion um Partizipation zwischen Teilnahme und Teilhabe entfachte die Gemüter, doch einmütig wurde die Diskussion geschlossen mit dem Tenor, ja, kulturelle Praxis könne – kleinmaßstäblich – tatsächlich gesellschaftliche Wirklichkeit verändern.
Silke Feldhoff